CMA Kompositionswettbewerb 2026
31.05.2026„AUS EIGENER FEDER“ – Kompositionswettbewerb 2026 – VOKALWERKE
Kaum etwas ist so magisch, wie der Moment der künstlerischen Inspiration. Deshalb lässt man ihn am besten nicht verstreichen und bringt seine Ideen gleich auf’s Papier.
Ein gemeinsames Projekt der Carinthischen Musikakademie (CMA) und der Gustav Mahler Privatuniversität in Klagenfurt.
Die Carinthische Musikakademie (CMA) initiiert mit dem Kompositionswettbewerb eine inspirierende Plattform, die jungen und zeitgenössischen Komponisten Raum bietet, innovative Werke zu schaffen und ihre musikalische Handschrift weiterzuentwickeln. Mit diesem Wettbewerb möchten wir die Vielfalt der Musiklandschaft bereichern und die Entstehung von qualifizierter Fachliteratur gezielt fördern.
Der CMA Kompositionswettbewerb soll jährlich ausgetragen werden, wobei der Fokus jedes Jahr auf einem anderen Genre oder einer anderen Besetzung liegt. Diese Vielfalt unterstützt nicht nur die Entwicklung neuer künstlerischer Ausdrucksformen, sondern stärkt auch die Sichtbarkeit und Anerkennung junger Komponistinnen und Komponisten auf ihrem Weg in die professionelle Musikwelt. Durch die öffentliche Aufführung der Siegerwerke bringen wir diese neuen Kompositionen einem breiten Publikum näher und fördern den lebendigen Dialog zwischen Künstler und Zuhörer.
Die CMA hat sich seit Jahren mit großer Leidenschaft der Förderung junger Musikerinnen und Musiker verschrieben.
Während der Wettbewerb 2025 im Zeichen der Brass Band-Komposition stand, wird die Reihe 2026 mit einem Fokus auf Vokal- bzw. Chorwerke fortgesetzt.
Ziel des Wettbewerbs
Der CMA Kompositionswettbewerb richtet sich an alle Komponistinnen und Komponisten, die ein Werk für Chor bzw. vokale Besetzung schaffen möchten. Ziel ist es, innovative, originelle und ausdrucksstarke Kompositionen zu fördern, die die zeitgenössische Chorliteratur weiterentwickeln und neue Impulse im Bereich Vokalmusik schaffen
Wettbewerbsdetails 2026
Thema: Vokalwerke / Chorwerke
Anmeldung zum Wettbewerb: ab März 2026
Einreichfrist: von Mai bis spätestens 31. Oktober 2026
Jurybewertung: November 2026 bis Jänner 2027
Prämierung & Aufführung:
Informationen zur Prämierung der Siegerwerke sowie zur öffentlichen Aufführung im Rahmen eines Konzerts werden zeitgerecht bekanntgegeben.
Künstlerische Offenheit & Innovation
Der Wettbewerb versteht sich als offene Plattform für zeitgenössisches Komponieren im vokalen bzw. chorischen Bereich. Die stilistische Bandbreite der eingereichten Werke ist bewusst nicht eingeschränkt. Unterschiedliche ästhetische Zugänge, persönliche Handschriften und individuelle Tonsprache sind ausdrücklich willkommen.
Zentrales Bewertungskriterium ist der innovative Charakter der Komposition. Innovation kann sich dabei auf unterschiedliche Weise zeigen – etwa in der musikalischen Sprache, im Umgang mit Text, Klang, Form, Struktur oder im Verhältnis von Tradition und Gegenwart. Entscheidend ist, dass ein eigenständiger künstlerischer Ansatz erkennbar wird und etwas Neues geschaffen wird.
Textvorgaben
Die einzureichenden Kompositionen müssen eine literarische Textvorlage berücksichtigen und vertonen.
Hierfür werden vorgegebene Texte zur Verfügung gestellt, die in Kooperation mit:
- dem Robert-Musil-Institut für Literaturforschung / Kärntner Literaturarchiv
- der Literaturwissenschaft der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
- sowie zeitgenössischen Autorinnen und Autoren der Kärntner Literaturszene
ausgewählt werden.
Es werden fünf unterschiedliche literarische Texte zur Auswahl gestellt. Ziel ist es, die Vertonung zeitgenössischer Literatur zu fördern und Musik und Wort in einen lebendigen Dialog zu bringen.
Vorgegebene Texte:
Für den Wettbewerb 2026 stehen folgende literarische Werke in den Sprachen Deutsch (D), Slowenisch (SLO) und Englisch (E) zur Auswahl:
- Bienen – Tara Meister (D)
- allegro / allegro – Tara Meister (D, E)
- Die jüngste Zeit / in recent times – Verena Gotthardt (D, E)
- Horizont und Tellerrand / Rob krožnika in obzorde – Stefan Feinig (D, SLO)
- vater-bunker-unser / oče-bunker-naš / father-bunker-our – Dominik Srienc (D, SLO, E)
Die Texte werden spätestens am 28. April hier zum Download zur Verfügung stehen!
Künstlerischer Umgang mit den Texten
Der Umgang mit der literarischen Vorlage ist bewusst offen gestaltet und versteht sich als künstlerischer Transformationsprozess:
- Auswahl von Sinneinheiten:
Die Texte müssen nicht vollständig vertont werden. Es können gezielt einzelne Abschnitte, Sinneinheiten oder Textpassagen gewählt werden. - Flexible Textverwendung:
Auch einzelne Zeilen, Phrasen oder sogar einzelne Worte können als Ausgangsmaterial dienen. - Ein Text pro Werk:
Für jede Komposition darf ausschließlich ein der bereitgestellten Texte verwendet werden. - Verbindlichkeit der Vorlage:
Es dürfen keine eigenen Texte ergänzt oder geschaffen werden. Das verwendete Sprachmaterial muss vollständig aus der gewählten literarischen Vorlage stammen. - Experimenteller Zugang:
Ein freier, auch experimenteller Umgang mit dem Text ist ausdrücklich erwünscht. Die Vertonung kann als künstlerische Adaption verstanden werden – also als Übertragung von Literatur in ein musikalisches Medium. - Formale Freiheit:
Die ursprüngliche formale Gestaltung des literarischen Textes (z. B. Versstruktur, Dramaturgie, Anordnung) ist nicht bindend.
Komponistinnen und Komponisten können eine eigene musikalische Form entwickeln und den Text entsprechend neu strukturieren. - Quellenangabe:
In der Einreichung ist die verwendete Textgrundlage klar anzugeben (z. B. „Text: Auszug aus …“).
Die vollständigen Originaltexte werden den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.
Formale Anforderungen an die Komposition
- Besetzung: Chor a cappella, Gemischter Chor (SSAATTBB) – maximale 8 Stimmigkeit
(chorisches Werk, solistische Passagen innerhalb des Chors sind möglich; reine Solostücke sind ausgeschlossen) - Aufführungsdauer: ca. 5-6 Minuten
- Sprache: Deutsch, Slowenisch oder Englisch
- Schwierigkeitsgrad: semi-professionell bis professionell
- Aufführungspraxis: Die Komposition ist a cappella auszuführen.
Originalität & Uraufführung
Es sind ausschließlich neue Werke einzureichen.
- Die Komposition darf weder aufgeführt noch verlegt worden sein
- Die prämierten Werke werden im Rahmen der Prämierung uraufgeführt
Preisgeld
Informationen zum Preisgeld werden in Kürze bekanntgegeben.
Teilnahmebedingungen:
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Kostenfreie Teilnahme: Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben.
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Zielgruppe: Der Wettbewerb steht allen Komponistinnen und Komponisten offen, unabhängig von Nationalität oder Alter.
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Werke pro Person: Pro Komponistin oder Komponist darf nur ein Werk eingereicht werden.
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Originalität: Das Werk muss unveröffentlicht sein und darf noch nicht in einem anderen Wettbewerb prämiert worden sein.
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Anonymität: Auf der Partitur dürfen keine Hinweise auf die Urheberschaft sichtbar sein.
Einreichungsunterlagen
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Partitur als PDF
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Kurze Werkbeschreibung als PDF
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Audiofile (Demoaufnahme oder MIDI)
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Vollständig ausgefülltes Online-Einreichformular
Teilnahmebedingungen:
Das eingereichte Werk muss unveröffentlicht und eigenständig erarbeitet sein. Es darf weder veröffentlicht noch bei einem anderen Wettbewerb prämiert worden sein. Die Anonymität der Einreichungen muss gewährleistet sein; daher dürfen weder auf der Partitur noch auf dem Stimmenmaterial Hinweise auf die Urheberschaft enthalten sein.
Kontakt und weitere Informationen
Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen das Team der CMA gerne zur Verfügung.
Ansprechperson: Michael Mayer – michael.mayer@die-cma.at
Kurzbiografien der für den Kompositionswettbewerb ausgewählten Autor:innen
Tara Meister: geboren 1997, in Kärnten aufgewachsen, ist Ärztin und Schriftstellerin. Studium an der MedUni Wien, am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Universität der Künste Berlin. Ihr Theaterdebüt „fast Land“ wurde 2023 uraufgeführt. 2025 las sie auf Einladung von Mara Delius beim Bachmannwettbewerb in Klagenfurt, im Herbst 2025 war sie Stipendiatin am Literarischen Colloquium Berlin, Frühjahr 2026 Stipendiatin im Künstlerdorf Schöppingen.
Stefan Feinig: geboren 1987 in Klagenfurt/Celovec. Matura am BG/BRG für Slowenen in Klagenfurt/Celovec. Studium der Publizistik, Philosophie, Anglistik sowie Psychologie. Feinig ist Schriftsteller, Übersetzer, Lektor, Philosoph, freiberuflicher Journalist und Publizist sowie Redakteur des Internetmagazins WARDA. Er schreibt Prosa und Essays in Slowenisch und Deutsch. Für seine Werke wurde er mehrfach ausgezeichnet. Feinig lebt und arbeitet in Wien.
Dominik Srienc: geboren 1984 in Ludmannsdorf/Bilčovs (Kärnten), Studium der Deutschen Philologie und Slawistik in Wien und Olomouc. Dominik Srienc ist zweisprachiger Autor, Übersetzer und als Literaturwissenschaftler Mitarbeiter des Robert-Musil-Instituts für Literaturforschung/Kärntner Literaturarchivs. 2024 wurde er im Rahmen des 39. Vilenica-Festivals auf der Burg Štanjel mit dem Preis der Autoren „Kristal Vilenice“ ausgezeichnet. Srienc lebt und arbeitet in Klagenfurt/Celovec.
Verena Gotthardt: geboren 1996 in Klagenfurt, studierte bis 2022 an der Universität für angewandte Kunst in Wien Bildende Kunst / Fotografie. Sie lebte ein Jahr in Paris, wo sie an der Kunsthochschule in Cergy studierte. Sie ist Kärntner Slowenin und schreibt in den beiden Landessprachen Slowenisch und Deutsch. Im Jahr 2021 trug sie auf Einladung von Mara Delius beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2021 den Text Die jüngste Zeit vor, in dem ihre intensive Beschäftigung mit der Fotografie Ausdruck findet.